Obwohl Energiesparlampen umweltfreundlich sind, enthalten sie noch kleine Mengen Quecksilber, das giftig ist. Deshalb dürfen sie nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern sollten unbedingt dem fachgerechten Recycling zugeführt werden. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:
1. kostenlose Abgabe bei einer kommunalen Sammelstelle. Die Öffnungszeiten erfahren sie bei der Stadtverwaltung oder Kreisbehörde.
2. kostenlose Abgabe bei einer freiwilligen Lightcycle-Sammelstelle. Wo sich die nächstgelegene befindet können Sie ermitteln unter www.lightcycle.de oder unter Tel. (089) 579 59 121 in Deutschland.
Die Lampen sollten unverpackt und unversehrt abgegeben werden.
Folgende Lampentypen sollten diesem Recyclingprozess zugeführt werden:
- Stabförmige Leuchtstofflampen - Kompaktleuchtstofflampen - Entladungslampen, einschließlich - Hochdruck-Natriumdampflampen und - Metalldampflampen - Niederdruck-Natriumdampflampen
Bei der Entsorgung wird dann das Glas, der Leuchtstoff und das Quecksilber wiederverwertet. Laut Arbeitsgemeinschaft Lampen-Verwertung kann dabei ein sehr hoher Verwertungsgrad von nahezu 100% erreicht werden.
Machen Sie mit bei der umweltgerechten Entsorgung, damit Energiesparlampen eine rundum saubere Sache sind!
Was tun bei zerbrochenen Energiesparlampen oder ausgelaufenem Quecksilber? Zunächst einmal ist das kein Grund zur Panik. Quecksilber führen wir uns auch durch Rauchen oder Fischverzehr zu. Der Quecksilbergehalt von Energiesparlampen bewegt sich im Bereich von wenigen Milligramm. Gesundheitlich bedenklich sind nur die Dämpfe, die entstehen. Zunächst sollten Sie alle Scherben zusammenfegen, auch unter Schränken. Das Quecksilber lässt sich ebenfalls gut zusammenfegen. Der Dreck und die Scherben sollten in ein luftdichtes Gefäss gesteckt werden, wie z.B. ein Marmeladenglas. Wenn Ihnen aufgrund der geringen Mengen wider Erwarten trotzdem sichtbares Quecksilber begegnen sollte, was daran erkennbar ist, dass es sich kugelig zusammenlagert, sollten Sie weitere Massnahmen ergreifen: In Apotheken gibt es Schnellabsorber, die auf das Quecksilber gestreut werden und dieses innerhalb von wenigen Minuten binden. Das dabei entstehende graue Produkt wird in ein Gefäss gefüllt und in der kommunalen Entsorgungsstelle oder der Apotheke oder einem Chemielabor abgegeben. Ist kein Absorber zur Hand, so tut es auch ein Saugschwamm oder etwas Vergleichbares, mit dem Sie das Quecksilber aufnehmen. Haben Sie Zinkblech zur Hand, so halten sie es nahe an das Quecksilber, es springt wie von Geisterhand zum Zinkbleck. Alles kommt wieder in ein luftdicht verschliessbares Glas wie z.B. ein Marmeladenglas. Das ganze Gefäss wie angegeben entsorgen. Ist davon auszugehen, dass Quecksilber in Fussboden oder Teppiche gelangt ist, muss individuell entschieden werden, ob der Boden getauscht wird, oder durch Wärme das Quecksilber zum Verdampfen gebracht und durch ausgiebiges Lüften aus der Wohnung entfernt wird. |